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DAS WEISSE BAND – Eine deutsche Kindergeschichte

DAS WEISSE BAND – Eine deutsche Kindergeschichte

Spielfilm von Michael Haneke | Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2009 | 144 Minuten | FSK 12

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Ein kleines Dorf im Norden Deutschlands im Jahr 1913/14. An oberster Stelle der Dorfhierarchie stehen der adelige Gutsherr, der Arzt und der Pastor, welcher seine Kinder für das kleinste Vergehen zur Strafe ein weißes Band tragen lässt. Der Dorffrieden wird durch mysteriöse Ereignisse gestört: Zu Beginn erleidet der nach außen hin kinderliebe und freundliche Arzt einen durch einen gespannten Draht absichtlich herbeigeführten Unfall. Der Sohn des selbstgerechten Gutsherren wird entführt und der behinderte Sohn der Hebamme schwer misshandelt. Diese Anschläge nehmen allmählich einen rituellen Charakter an. Stecken die Kinder und Jugendlichen des Dorfes dahinter, die ihre eigene Erziehung in diesen Taten widerspiegeln? Dem Verdacht des jungen Dorflehrers wird jedoch nicht weiter nachgegangen. Am Ende steht der Beginn des 1. Weltkrieges, die Vorfälle werden dadurch zur Nebensache. Doch sind sie nicht die Wurzeln zukünftiger Ereignisse? Dem Autorenfilmer Michael Haneke ist mit „Das weiße Band“ ein meisterhaft dichter und packender Film gelungen, der verdientermaßen mit der „Goldenen Palme“ in Cannes ausgezeichnet wurde. In unaufgeregten und kontrastreichen Schwarzweißbildern, die an die Aufnahmen des deutschen Fotografen August Sander erinnern, wird die Geschichte im Rückblick vom Dorfschullehrer erzählt – mit den für Haneke typischen Stilmitteln: Präzise Schnitte und Montagen mit klaren Bildkompositionen, die in ihrer gravitätischen Strenge im Kontrast zu dem elegischen Unterton stehen, sowie schnörkel- und schonungslose Dialoge, die immer den Kern der Sache berühren, ohne dabei sensationsgierig oder voyeuristisch zu wirken. Der Untertitel des Films heißt zwar „Eine deutsche Kindergeschichte“, der Film ist jedoch keinesfalls ein Kinderfilm, auch wenn die Welt von Kindern und Jugendlichen eine bedeutende Rolle spielt. Der Film über die Mechanismen einer autoritären Gesellschaft verdeutlicht, wohin das Wesen einer rigiden Erziehungs- und Gemeinschaftsordnung führen kann, wenn es nur um Regeln und nicht um zwischenmenschliches Verständnis und Herzensbildung geht. Die Produktion „Das weiße Band“ mit den educativen Begleitmaterialien unseres Medienpädagogen Dr. Martin Ganguly erhielt am 24.06.2011 die Comenius EuroMedia Medaille. Die Gesellschaft für Pädagogik und Information e. V. (GPI), fördert mit der Comenius-Auszeichnung im vierten Jahrzehnt ihres Wirkens vor allem pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende didaktische Multimedia-Produkte und eurokulturelle Bildungsmedien.

Schlagwörter

Erziehung, Faschismus, Medienvergleich, Normen, protestantisches Pfarrhaus, Strafe

Eignung

ab 16 Jahren, Klassen: 10-12/13; Erwachsenenbildung

Fächerbezug

Ethik, Deutsch, Geschichte, Pädagogik, Religionslehre

Artikelnummer: AR02022-001
Eignung: ab 16 Jahren, Klassen: 10-12/13; Erwachsenenbildung
Sprachen: Deutsch
Untertitel:
Signaturnummer:
Onlinesignaturnummer: 5555562
Mit edukativem Arbeitsmaterial von: Dr. Martin Ganguly
Schlagwörter: Erziehung, Faschismus, Medienvergleich, Normen, protestantisches Pfarrhaus, Strafe
Fächerbezug: Ethik, Deutsch, Geschichte, Pädagogik, Religionslehre

Film in 19 Kapiteln
Interview mit dem Regisseur
12 thematische Extras
Fotografien

Infos zum Film und den Materialien, 12 Infoblätter, 14 Textblätter, 24 Arbeitsblätter

Diese zahlreichen Informations-, Text- und Arbeitsblätter inkl. Auszüge aus dem Drehbuch bieten die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen:
– Der Regisseur Michael Haneke und seine Filme
– Die Bedeutung des Pfarrhauses im Hinblick auf faschistische Entwicklungen (mit vier Fallbeispielen)
– Die Zeit vor 1 Jahren (historische Einordnung)
– Autoritäten und Untertanen (mit Textauszügen aus „Der Untertan“ u. a.)
– Erziehung und Strafe (antiautoritäre und Schwarze Pädagogik)
– Medienkompetenz.

Matthias Film