Wie findet man geeignete Filme für Kinder und Jugendliche?

Wie findet man geeignete Filme für Kinder und Jugendliche?

25.06.2012 – Unser Medienpädagoge Dr. Martin Ganguly wird nicht selten gefragt, wie man unter den vielen zur Verfügung stehenden Filmen geeignete Filme für Kinder und Jugendliche bzw. Schule und Unterricht finden kann. Als unser Filmscout gibt er Einblicke in den Prozess, wie er aus den Hunderten von Spiel- und Dokumentarfilmen, die jährlich neu erscheinen, eine Auswahl an Filmen trifft, die relevante Themen inhaltlich gut aufbereiten und gute Anknüpfungspunkte für Schule und Unterricht bieten:

 

„Wie findet man geeignete Filme für Kinder und Jugendliche?“, das werde ich häufig gefragt; oder engagierte Pädagogen möchten wissen, wo Matthias-Film diesen oder jenen Film entdeckt hat und in welcher Hinsicht sich dieser Film dann auch für den Unterricht eignet.

Die Antwort ist einfach. Sie steckt in den Filmen selbst! Deswegen gilt: „Filme schauen, Filme schauen, Filme schauen ...“

Eine einfache Antwort, aber eine zeitaufwendige, komplexe Aufgabe. Hunderte von Spiel- und Dokumentarfilmen drängen jährlich auf den Markt, dazu kommen noch einige interessante Fernsehfilme und Dokumentationen. Wir, in der Filmbildung, lesen in zahlreichen (Fach-) Foren, gehen in Pressevorstellungen, Fachpreviews und zu Filmfestivals, wie beispielsweise zu den „Nordischen Filmtagen“, bei denen viele oder ausschließlich Kinder- und Jugendfilme gezeigt werden.

Außerdem erhalten wir von Filmverleihen, Sendern und Filmemachern nach Absprache Filme zur Voransicht. Wir können dadurch die meisten Filme Monate oder zumindest Wochen vor der Kinopremiere oder der Fernsehausstrahlung sehen. Das ist eines der Privilegien des „Filmscoutings“.

Doch dann kommt die Qual der (Aus)wahl: Von zwanzig angedachten Filmen schaue ich mir (in meiner Funktion als Scout, Berater und Filmpädagoge) zum Beispiel nach einer gründlichen Recherche meistens acht bis zehn Filme beziehungsweise Fernsehproduktionen an. Von diesen werden im Durchschnitt ein bis zwei für geeignet befunden – das bedeutet, sie passen, was Inhalt und pädagogische Anknüpfungspunkte betrifft, in das Programm von Matthias-Film. Den ausgewählten Film schlage ich dann den Verantwortlichen vor.

Sollten die sogenannten nichtgewerblichen Rechte verfügbar und bezahlbar sein, kann endlich die Arbeit am didaktisch-methodischen Material zum Film beginnen. Wie das funktioniert, verrate ich Ihnen im nächsten Tipp.

Ihr Martin Ganguly (Filmpädagoge)

 

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